01.10.2019

Unvollständige Berichterstattung über das Klimapaket verunsichert Verbraucher unnötig

 

Das Eckpunktepapier des Klimakabinetts verunsichert zur Zeit viele Endverbraucher und Unternehmen: Die Regelung, „wonach in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, der Einbau von Ölheizungen ab 2026 nicht mehr gestattet ist“, wird in der medialen Berichterstattung oft zu einem generellen Verbot von Ölheizungen verkürzt. „Dies ist schlicht falsch“, betont Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH, und führe zu unnötiger Unsicherheit bei den Verbrauchern.

„Auch nach 2026 dürfen Ölheizungen in Form von Hybridlösungen sowohl im Neubau als auch im Bestand weiter eingesetzt werden. Dies entspricht unseren Zielen zur Erneuerung des Ölheizungsbestandes, denn effiziente Ölheizungen behindern die Wärmewende nicht, sondern können dazu beitragen, dass Bestandsgebäude die Klimaziele 2030 erreichen und 2050 sogar klimaneutral heizen. Dafür benötigen wir klimaneutrale, erneuerbar oder synthetisch erzeugte, flüssige Brennstoffe.“

Diese sogenannten E-Fuels können sowohl im Wärme- als auch im Verkehrssektor eingesetzt werden, sind als Flüssigkeit leicht speicher- und transportierbar und können bereits heute als Beimischung zu herkömmlichen Kraft- und Brennstoffen eingesetzt werden. Dadurch werden Heizöl, Diesel & Co. nach und nach klimaneutral, ohne dass enorme Investitionen in eine neue Infrastruktur notwendig sind.

Ein weiterer Vorteil dieser Technologie: Sie hängt den ländlichen Raum nicht ab, in dem oft ein sofortiger, vollständiger Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht möglich ist – entweder aus Infrastruktur- oder aus Kostengründen. Denn die Anschaffung einer neuen Heizung ist für viele Verbraucher eine nicht zu unterschätzende Investition. An dieser Stelle schadet die verbreitete Unsicherheit auch den Klimazielen, da Verbraucher zur Zeit lieber abwarten, als in ein effizientes und CO2-sparsameres Öl-Brennwertgerät zu investieren.

 

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