02.07.2019

Energie sparen: VEH fordert finanzielle Entlastung der Verbraucher bei Heizungsmodernisierungen

Energiehandel nutzt Jahrestagung des VEH zum Austausch über Wärmewende und E-Fuels.

  • Modernisierung der Heizung hilft, Energie und Kosten zu sparen
  • E-Fuels als klimaneutrales Heizöl der Zukunft
  • Technologieoffenheit bringt Energiewende voran

 

Jede zweite Heizungsanlage in Deutschland ist älter als 20 Jahre, ergibt die Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks 2018. Moderne Heizungen verbrauchen deutlich weniger Energie und könnten die deutsche Wärmewende enorm voranbringen. Beim Tausch einer alten Ölheizung gegen eine moderne Brennwertheizung sinkt der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent, kombiniert mit erneuerbaren Energien, z. B. Solarthermie und Kaminofen, sogar bis zu 50 Prozent. Doch die Verbraucher scheuen die Investition. Darum hat der VEH auf seiner Jahrestagung die Forderung nach der finanziellen Entlastung von Verbrauchern bei der Heizungsmodernisierung noch einmal bekräftigt: „Der Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen durch eine Modernisierung der Heizung muss honoriert werden. Wir plädieren für fördern statt fordern, denn ohne Anreize bleibt das Problem veralteter Heizungen bestehen“, sagte Thomas Rundel, 1. Vorsitzender des VEH.

 

E-Fuels als Perspektiven in den Sektoren Wärme und Mobilität

Andere Möglichkeiten der CO2-Einsparung sind synthetische Kraft- und Brennstoffe, sogenannte E-Fuels. Diese sind auch Thema auf der diesjährigen Jahrestagung: Zusammen mit Vertretern anderer Branchenverbände sowie Heizgeräteherstellern wie Viessmann diskutieren die Händler, wie E-Fuels sich in die bestehende Infrastruktur von Wärme und Verkehr einbinden lassen können. E-Fuels werden bspw. aus Algen, Abfall oder Strom aus Erneuerbaren Energien produziert und sind somit CO2-neutral. Außerdem sind sie „drop-in-fähig“, können also in bestehenden Tanks von Fahrzeugen oder Heizungen verwendet werden. Dies entlastet Verbraucher ungemein, die keine großen Investitionen in ein neues Auto oder eine andere Heiztechnologie tätigen können, um ihren CO2-Ausstoß signifikant zu senken. Erste Produktionsanlagen für E-Fuels sind bereits in Betrieb, weitere Verfahren werden aktuell mit Unterstützung von Mineralölwirtschaft und Energiehandel erforscht. Der VEH fordert die Politik auf, diesen Weg der Energiewende aktiv zu unterstützen und ihn nicht vorzeitig bspw. durch Verbote von Ölheizungen zu blockieren.

 

Technologieoffenheit beschleunigt die Energiewende

Wie wichtig Technologieoffenheit für das Gelingen der Energiewende ist, erklärt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH: „Für eine erfolgreiche Energiewende darf es keine Denkverbote geben. Jedes Haus, jeder Eigentümer und jede Region hat eigene Voraussetzungen und braucht daher individuelle Lösungen. Heiztechnologien auf Wärmenetze und strombasierte Wärmesysteme einzuschränken, behindert Modernisierungen, da sie diese an vielen Stellen unnötig teurer und komplizierter machen. Wir sprechen uns daher für technologieoffene Maßnahmen wie die steuerliche Absetzbarkeit von Heizungsmodernisierungen aus. Auch eine reine CO2-Besteuerung, die immer wieder diskutiert wird, würde die Energie nur unnötig verteuern. Wir befürworten finanzielle Anreize von Bund und Ländern ebenso wie Kundenaufklärung, die wir auch als Verband aktiv vorantreiben.“ Ein Weg, die eigene Heizung bereits heute schon klimaneutral zu nutzen, sind CO2-Kompensationsprogramme, die bereits von vielen Energiehändlern angeboten werden.

 

Hier finden Sie das Pressestatement zum Download (PDF).

 

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